ThinkPad T14

ThinkPad T14 Gen. 1 AMD nach neun Monaten

Im November 2020 habe ich mein 10 Jahre altes Dell Latitude E4300 abgelöst – durch ein Lenovo ThinkPad T14 Gen. 1 mit AMD Ryzen 7 4750U, 32GB RAM und 1TB SSD. 4G LTE für mobiles Internet habe ich auch nachgerüstet.

Was die Leistung angeht, war der Ryzen 7 4750U die beste CPU ihrer Klasse, zumindest zum Kaufzeitpunkt. Gepaart mit 32GB RAM ist es so problemlos möglich, zwei virtuelle Maschinen, nebenbei zwei Browserfenster mit mehreren Tabs, Outlook und Photoshop zu nutzen. Leistungseinbußen gibt es nicht, auch bei längerer Belastung kommt die Kühlung hinterher, so dass der Takt der CPU stabil ist. Mit Ryzen Controller kann das Powerlimit auf 35 Watt erhöht werden, ohne dass es zu Temperaturproblemen kommt.

Für einen Alltagslaptop muss man sich oft zwischen Leistung und langer Akkulaufzeit entscheiden, oder zwei Geräte kaufen. Nicht so mit aktuellen Ryzen CPUs der 15 Watt Klasse. Bei starker Belastung ist der Akku natürlich schnell leer, doch beim normalen Arbeiten mit Office, Webbrowser etc. kommt man Problemlos durch den Schulalltag. Das Ladekabel muss nur mit, wenn auf dem Hin- und Rückweg Spiele gespielt werden. Die Grafikeinheit der Ryzen-APU eignet sich natürlich nicht für AAA-Titel mit hohen Einstellungen, kommt aber mit einfacheren Spielen oder verringerten Grafikeinstellungen gut mit.

Das meiner Meinung nach optimale Display im T14 – 400 nits Helligkeit, 1920×1080 Pixel und ein geringer Stromverbrauch – kann sich sehen lassen. Auch draußen lässt sich damit Arbeiten, vorrausgesetzt, Vari-Bright ist im Treiber deaktiviert. Wenn Vari-Bright aktiviert ist, kann man in helleren Umgebungen im Akkubetrieb kaum etwas erkennen und die Farbwiedergabe ist im Akkubetrieb völlig unbrauchbar. Wenn man weiß, wie diese Option zu deaktivieren ist, läuft alles super und auch Bildbearbeitung ist möglich.

Nun zum BIOS und den Standby-Problemen. Lenovo veröffentlicht häufig aktualiserte Systemfirmware, die sich bisher ohne Probleme installieren ließ – mit Lenovo Vantage oder Windows Update sogar automatisch. Anfangs wachte das Notebook aus dem Standby auf, wenn es manuell in den Standby-Modus versetzt wurde und daraufhin zugeklappt. Dies führte zum unnötigen Akkuverbrauch. Der Fehler ist inzwischen behoben. Nicht jedoch die Aufweckprobleme in Bezug auf den Fingerabdrucksensor und das LTE-Modul Fibocom L850-GL. Die Anmeldung nach dem aufwecken aus dem sogenannten „Modern Standby“ muss oftmals über die Pin oder das Passwort erfolgen, da der Fingerabdrucksensor erst nach einem Neustart wieder funktioniert. Das LTE-Modul muss manchmal über den Geräte-Manager deaktiviert und wieder reaktiviert werden, um seinen Dienst nach dem Standby wieder aufzunehmen. Sofortige Einsatzbereitschaft sieht anders aus.

Dennoch hatte ich bisher mit keinem gerät so wenige Probleme wie mit dem ThinkPad T14. Der Blick auf das P14s Gen. 2 AMD, baugleich zum T14 Gen. 2, ist dennoch interessant, bietet es erstmals unter den Ryzen-T-Serie ThinkPads einen UHD-Bildschirm mit noch besseren Helligkeits- und Kontrastwerten, nebenbei ist der Ryzen 7 5850U noch mal ein Stück effizienter. Das könnte den Mehrverbrauch beim Display je nach Nutzung wieder ausgleichen. Wenn ich mein ThinkPad T14 Gen. 1 durch ein P14s Gen. 2 ersetzen sollte, werde ich hier darüber berichten.