Chromecast mit Google TV mit älteren Systemkomponenten

Smart-TVs und Netzwerkreceiver kamen bereits in den frühen 2010er Jahren in Privathaushalte. Diese damals neuen Technologien ließen sich die Hersteller teuer bezahlen und spendierten diese meist exklusiv den Topmodellen. Das Problem mit den heute noch einwandfrei funktionierenden Geräten: der Support ist eingestellt. YouTube ist auf vielen Geräten nicht mehr aufrufbar, an neuere Streamingdienste ist gar nicht zu denken. Auch die Integration ins Smart Home ist kaum möglich.

Doch genau hier kommt Chromecast mit Google TV ins Spiel: es reicht ein HDMI-Anschluss, um sämtliche Smart-TV-Funktionen nachzurüsten, sofern die Geräte HDMI-CEC unterstützen lassen sich sämtliche Systemkomponenten auch automatisiert steuern. Bei ausgeschaltetem Fernseher über den Google Nest Lautsprecher oder Google Assistant auf dem Handy mit nur einem Sprachbefehl alle Geräte anzuschalten und direkt eine Serie auf Netflix zu starten ist kein Problem.

Home-Bildschirm vom Chromecast mit Google TV

In meinem Fall ist der Chromecast an einen Onkyo TX-SR607 7.2.2 Surroundreceiver aus 2009 angeschlossen, dieser verarbeitet digitale Audioformate und leitet das Bildsignal über HDMI an einen Fernseher aus 2011 weiter. Beide Geräte unterstützen HDMI-CEC, also Steuersignale über HDMI, so dass der Chromecast beide Geräte an- und ausschalten kann sowie die Lautstärke direkt am Verstärker regelt.

„Okay Google, spiele Neon Genesis Evangelion von Netflix auf dem Gerät Chromecast“ hieß es letztens in meiner Instagram-Story. Nach einigen Sekunden lief der Ton über die Anlage und die Serie war auf dem Fernseher zu sehen. Auch Musikwiedergabe kann mithilfe eines Sprachbefehls gestartet werden. Der Fernseher wird dabei auch eingeschaltet, die Steuerung von nur einem Gerät – in diesem Fall des Receivers – ist leider noch nicht möglich, obwohl dies über HDMI-CEC möglich ist.